von Martin Thiel
Der Name Lauri Penna könnte schon bald in den Stadien der Bundesliga lautstark gefeiert werden. Der 19-jährige Mittelfeldspieler, der derzeit in der U21 des VfB Stuttgart spielt, gilt als eines der größten Talente des Vereins. Doch bevor er sich in die Reihen des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) des VfB einreihte, machte er seine ersten Schritte beim SV Sillenbuch – unter der besonderen Anleitung seines Vaters Sascha, der ihn als Jugendtrainer prägte.
Vom Knirps mit Ehrgeiz zur U21-Hoffnung
Lauri der immer noch in Sillenbuch wohnt, nur wenige hundert Meter vom SV Sillenbuch entfernt, wird immer ein „grün-weißer“ bleiben. Auch wenn er nur noch einen Schritt weit entfernt von seinem großen Traum ist in der Bundesliga für den VfB Stuttgart aufzulaufen. Bereits in jungen Jahren zeichnete sich Lauris außergewöhnlicher Ehrgeiz und seine Liebe zum Fußball ab. „Ich will Profi werden. Ich habe keinen Plan B“, sagt er selbstbewusst. Dass ihm der Sport quasi in die Wiege gelegt wurde, überrascht nicht: Beide Eltern, Maarit und Sascha Penna, haben Sport studiert, und seine Mutter erinnert sich: „Mit Lauri war ich zwei Wochen vor der Geburt noch im Stadion bei der Heim-WM 2006 .“ Diese familiäre Verbindung zum Sport spiegelt sich in seiner Disziplin und Leidenschaft wider, die ihn schon als Kind auszeichneten.
Nach seinen Anfängen beim SV Sillenbuch wechselte Lauri nach der D-Jugend zum VfB Stuttgart und durchlief dort das NLZ. Dort entwickelte er sich weiter zu einem vielseitigen Mittelfeldspieler, der sich sowohl auf der „6“, der „8“ als auch der „10“ wohlfühlt. „Ich fühle mich generell im Zentrum wohl, weil ich immer wach bin und kreative Lösungen finde“, beschreibt Lauri seinen Spielstil.
„Ange 2.0“ – Vergleiche mit Angelo Stiller
Im Training der ersten Mannschaft hat Lauri Penna bereits auf sich aufmerksam gemacht. Der Spitzname „Ange 2.0“, der ihm von Mitspieler Atakan Karazor verliehen wurde, zeigt, welches Potenzial der junge Spieler hat.
Atakan Karazor: „Ich habe mit Deniz Undav im Gym über Lauri geredet und gesagt, dass wir ein Auge auf den Jungen haben müssen. Er gefällt mir sehr, sehr gut. Ist ein toller Kicker mit einem großartigen Abschluss. Und ja, als Angelo kurz beim DFB war, hat Lauri bei uns mit trainiert. Da habe ich Lauri gesagt: ‚Ey, da ist doch der neue Ange.‘ Ja, vom Spielertyp ähnelt er schon ein bisschen Angelo. Er ist ein Linksfuß, ein feiner Techniker, aber ich glaube, Lauri weiß auch selber, dass es bis zu Angelo noch ein Weg ist. Aber der Weg, den er eingeschlagen hat, sieht schon mal sehr, sehr gut aus.„
Dennoch: Lauris Zielstrebigkeit und sein Talent lassen keine Zweifel daran, dass er auf dem richtigen Weg ist.
Der Sprung in die Profimannschaft ist greifbar
Trainer Sebastian Hoeneß hat Lauri Penna längst auf dem Zettel. Bereits in mehreren Testspielen durfte er sich bei den Profis beweisen, und sein Name taucht immer häufiger in Zusammenhang mit der ersten Mannschaft des VfB auf. Zuletzt stand er im Kader für das Europa-League-Spiel in Rom und könnte auch am 29. Januar 2026 gegen die Young Boys Bern zum Einsatz kommen. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis Lauri sein Debüt in der Bundesliga feiert.
Ein Stück SV Sillenbuch bleibt immer
Auch wenn Lauri Penna mittlerweile im Trikot des VfB Stuttgart aufläuft, bleibt der SV Sillenbuch ein wichtiger Teil seiner Geschichte. Hier begann alles, hier lernte er die Grundlagen, die ihn heute auszeichnen. Der Verein kann stolz darauf sein, ein solches Talent hervorgebracht zu haben – und wer weiß, vielleicht läuft Lauri eines Tages als Bundesliga-Profi ins Stadion ein und denkt an seine ersten Tore auf den Plätzen von Sillenbuch zurück.